WebP und AVIF: moderne Bildformate, die Ihre Website beschleunigen
22.7.2026
Auf den meisten Websites sind Bilder der schwerste Teil der Seite – typischerweise 50 bis 70 Prozent des gesamten Seitengewichts. Wenn Ihre Website langsam wirkt, sollten Sie zuerst die Bilder prüfen, bevor Sie Skripte oder den Server verdächtigen. Den schnellsten Gewinn bringen moderne Formate: WebP und AVIF.
Was sind WebP und AVIF?
WebP wurde bereits 2010 von Google vorgestellt und wird heute von allen modernen Browsern unterstützt. Im Durchschnitt sind die Dateien 25–35 % kleiner als JPEG bei gleicher visueller Qualität. AVIF ist neuer, stammt aus dem AV1-Videocodec und geht noch weiter: In der Praxis liefert es Dateien, die bis zu 50 % kleiner sind als JPEG – besonders bei detailreichen Fotos.
Ein konkretes Beispiel: Ein Produktfoto mit 1200 Pixeln Breite, das als JPEG 280 KB wiegt, schrumpft als WebP auf etwa 180 KB und als AVIF auf 120–140 KB. Bei zehn solchen Bildern pro Seite sparen Sie über ein Megabyte – auf einer Mobilfunkverbindung ein bis zwei Sekunden Ladezeit.
Browser-Unterstützung
WebP funktioniert praktisch überall: Chrome, Firefox, Safari (ab Version 14) und Edge. AVIF wird von Chrome, Firefox, Edge und Safari ab Version 16 unterstützt. Für ältere Browser nutzen Sie einen Fallback über das <picture>-Element:
- Der Browser versucht zuerst die AVIF-Version.
- Wird sie nicht unterstützt, greift er auf WebP zurück.
- Falls auch das nicht geht, erhält er ein klassisches JPEG oder PNG.
So sieht kein Besucher ein fehlendes Bild, während moderne Browser – über 95 % des Traffics – die kleinste Version erhalten.
So führen Sie WebP und AVIF in WordPress ein
Sie müssen nicht Hunderte Bilder von Hand konvertieren. Bei WordPress erledigen das Plugins wie Imagify, ShortPixel, EWWW oder Converter for Media: Sie erzeugen automatisch WebP-/AVIF-Versionen Ihrer vorhandenen Bilder und liefern sie an Browser aus, die sie unterstützen. WordPress unterstützt den direkten WebP-Upload seit Version 5.8, AVIF seit 6.5.
Außerhalb von WordPress konvertieren Sie mit Squoosh (kostenlos, läuft im Browser), den Kommandozeilen-Tools cwebp und avifenc oder Diensten wie TinyPNG und Cloudinary.
Worauf Sie achten sollten
- Zwingen Sie Logos und flächige Icons nicht in AVIF – dort ist SVG oder ein gut optimiertes PNG oft die bessere Wahl.
- Drehen Sie die Qualität nicht auf 100 – Qualität 75–82 bei AVIF und 80–85 bei WebP ist der Sweet Spot: kein sichtbarer Unterschied, maximale Ersparnis.
- Behalten Sie die Originale – bewahren Sie immer die Quelldatei auf, die Konvertierung ist eine Einbahnstraße.
- Prüfen Sie Ihr CDN – ein gutes CDN cached und liefert WebP- und AVIF-Varianten ohne zusätzliche Konfiguration.
Das Format ist die halbe Miete – das Hosting die andere
Auch das kleinste Bild lädt langsam, wenn der Server langsam antwortet. Die Kombination aus modernen Formaten, NVMe-Speicher und einem globalen CDN – bei uns in allen Hosting-Paketen enthalten – liefert das beste Ergebnis: Bilder werden vom Standort ausgeliefert, der dem Besucher am nächsten ist, bereits komprimiert und gecached. Wenn Geschwindigkeit für Sie auch wegen des Google-Rankings zählt, werfen Sie einen Blick auf unser SEO-Hosting.
Kurz gesagt: Wechseln Sie jetzt zu WebP, aktivieren Sie AVIF wo möglich, behalten Sie einen Fallback für alte Browser – und lassen Sie ein Plugin die Arbeit machen. Es ist die rentabelste Optimierung, die eine Website an einem Nachmittag bekommen kann.
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