Shared, VPS oder Dedicated: welcher Hostingtyp passt
21.7.2026
Hostingarten versteht man am besten über einen Vergleich mit Wohnformen. Shared Hosting ist die Wohnung im Mehrfamilienhaus: günstig, alles vorhanden, aber der Nachbar mit dem Schlagzeug betrifft Sie. Ein VPS ist eine Wohnung mit eigenen Zählern und Wänden bis zur Decke. Ein dedizierter Server ist ein Haus. Cloud ist ein Haus, das Sie im laufenden Betrieb erweitern können.
Shared Hosting
Mehrere Websites teilen sich einen Server und dessen Ressourcen. Der Anbieter pflegt alles — Betriebssystem, PHP, Sicherheitsupdates.
- Kosten: 4,20 bis 16 Euro monatlich
- Geeignet für: Unternehmenswebsites, Blogs, kleinere Shops, bis etwa 50.000 Besuche im Monat
- Vorteil: Sie müssen nichts über Serveradministration wissen
- Nachteil: Ressourcen sind begrenzt und geteilt; bei schlechten Anbietern bremst eine ressourcenhungrige Website alle anderen
Wichtig: Die Qualität von Shared Hosting schwankt enorm. NVMe-Speicher statt Festplatten, eine vernünftige Anzahl Konten pro Server und ordentliches Caching machen mehrere hundert Millisekunden beim TTFB aus. Genau deshalb laufen unsere Pakete auf NVMe mit vorgeschaltetem CDN.
VPS (virtueller privater Server)
Ein Server wird in isolierte Bereiche mit garantierten Ressourcen aufgeteilt. Ihr Anteil an CPU und Arbeitsspeicher kann Ihnen niemand wegnehmen.
- Kosten: 10 bis 80 Euro monatlich je nach Ausstattung
- Geeignet für: Shops mit stetigem Bestellaufkommen, Websites ab 50.000 Besuchen, Anwendungen mit besonderer Konfiguration
- Vorteil: Root-Zugriff, eigene Softwareversionen, planbare Leistung
- Nachteil: Sie sind nun der Administrator — Updates, Firewall, Monitoring. Managed VPS nimmt Ihnen das ab, kostet aber 20 bis 40 Euro mehr.
Dedizierter Server
Eine komplette physische Maschine gehört Ihnen.
- Kosten: 80 bis 400 Euro monatlich
- Geeignet für: große Portale, Anwendungen unter dauerhaft hoher Last, strenge Anforderungen an den Datenstandort
- Nachteil: Skalierung bedeutet neue Hardware, und der Server kostet auch dann, wenn er kaum ausgelastet ist
Für die allermeisten Unternehmen ist das überdimensioniert. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie ihn brauchen, brauchen Sie ihn nicht.
Cloud-Hosting
Die Website läuft auf einem Verbund von Servern, Ressourcen werden bedarfsgerecht zu- oder abgeschaltet. Abgerechnet wird der Verbrauch.
- Geeignet für: Websites mit unvorhersehbaren Lastspitzen — Medien, Kampagnen, saisonaler Handel
- Nachteil: Die Rechnung kann unangenehm überraschen, und die Konfiguration erfordert echtes Fachwissen
Woran Sie merken, dass Shared Hosting nicht mehr reicht
Achten Sie nicht auf Besucherzahlen, sondern auf diese Signale:
- Das WordPress-Backend ist träge, obwohl das Frontend gecacht ist
- Sie erhalten Hinweise auf überschrittene CPU- oder Prozesslimits
- Die Seite bricht jedes Mal ein, wenn Sie einen Newsletter versenden oder in sozialen Netzwerken posten
- Die WooCommerce-Kasse braucht zu Spitzenzeiten mehr als 5 Sekunden
- Sie benötigen eine Softwareversion, die der Anbieter nicht bereitstellt
Trifft nichts davon zu, bleiben Sie, wo Sie sind. Ein VPS ohne Notwendigkeit bedeutet den vierfachen Preis für ungenutzte Ressourcen plus Administrationsarbeit, die Sie nie wollten.
Praktischer Rat
Die meisten Unternehmen starten mit Shared Hosting und bleiben jahrelang dabei — völlig vernünftig. Statt zur teureren Kategorie zu greifen, prüfen Sie zuerst, ob Ihr aktueller Tarif auf moderner Infrastruktur läuft: NVMe-Speicher, PHP 8.2 oder neuer, integriertes Caching, CDN. Gutes Shared Hosting schlägt einen schlecht konfigurierten VPS mit Leichtigkeit.
Was unsere Pakete konkret enthalten und für welche Websitegrößen sie gedacht sind, sehen Sie auf der Seite SEO-Hosting. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns — wir sagen Ihnen lieber, dass das kleinere Paket genügt, als Ihnen etwas zu verkaufen, das Sie nicht nutzen.