Website für kleine Unternehmen: Was wirklich hineingehört
21.7.2026
Wenn ein Restaurantbesitzer sagt „Ich brauche eine Website“, denkt er meist an etwas Schönes. Der Gast, der Sie um 20:40 Uhr googelt, sucht aber nichts Schönes — er will wissen, ob geöffnet ist, wo Sie sind und wie er reserviert. Die Website eines kleinen Betriebs ist im Kern ein digitales Schaufenster plus Telefon. Alles andere ist Dekoration.
Fünf Dinge, die ohne Scrollen sichtbar sein müssen
- Was Sie tun und wo — „Bäckerei Milena, Vračar, Belgrad“ in der ersten Zeile. Nicht „Herzlich willkommen auf unserer Website“.
- Klickbare Telefonnummer —
<a href="tel:+381...">. Auf dem Handy ist das ein Tipp statt Abtippen. - Öffnungszeiten — inklusive Wochenende und Feiertagen. Das ist die am häufigsten gesuchte Information auf Seiten lokaler Betriebe.
- Adresse mit Karte — auch als Text, nicht nur als Bild. Google liest Text, keine Pixel.
- Eine Hauptaktion — „Tisch reservieren“, „Termin vereinbaren“, „Jetzt bestellen“. Ein Button, eine Farbe, am Seitenende wiederholt.
Was sich je nach Branche unterscheidet
Restaurant: Die Speisekarte gehört in HTML, nicht in ein 4 MB großes PDF. Das PDF-Menü ist der Klassiker unter den Fehlern — langsam auf dem Handy, schlecht indexiert, und jede Preisänderung bedeutet einen Anruf beim Designer. Verwenden Sie Fotos Ihrer echten Gerichte; der Unterschied zu Stockbildern ist messbar.
Praxis: Leistungen mit Richtpreisen, Kurzprofile der Behandelnden, und ein Terminformular, das nicht mehr als Name, Telefon und Wunschtermin verlangt. Jedes zusätzliche Feld kostet etwa 5–10 % der abgeschickten Formulare.
Salon: Preisliste pro Leistung, Galerie echter Arbeiten und Online-Terminbuchung. Wenn Sie kein Buchungssystem haben, erfüllt ein WhatsApp-Button den Zweck — eine einfache Lösung, die funktioniert, schlägt eine komplexe, die niemand pflegt.
Das technische Minimum
Die Seite muss in unter 2,5 Sekunden über Mobilfunk laden. Über 60 % der Besuche bei lokalen Betrieben kommen vom Handy, oft unterwegs über 4G. Braucht Ihre Seite sechs Sekunden, springt die Hälfte ab, bevor sie Ihre Nummer überhaupt sieht.
Drei Faktoren wiegen am schwersten: Hosting auf NVMe-Speicher (Datenbankabfragen antworten in Millisekunden statt in Dutzenden davon), ein CDN, das Bilder vom nächstgelegenen Standort ausliefert, und Bilder im WebP-Format. Ein Foto direkt aus dem Handy hat 4 MB; dasselbe Bild als WebP mit 1200 px Breite hat 150 KB und sieht am Bildschirm identisch aus.
Dazu kommen ein SSL-Zertifikat — ohne das schreibt Chrome „Nicht sicher“ neben den Namen Ihres Salons — und tägliche Backups, denn eine selbst gepflegte Website geht früher oder später kaputt. All das ist in unseren Hosting-Paketen enthalten, ab 4,20 € im Monat.
Was Sie nicht brauchen
Einen Slider mit fünf wechselnden Fotos — er bremst die Seite, und niemand wartet auf das zweite Bild. Ein Video, das sich selbst startet. Einen Chatbot auf einer Seite mit 40 Besuchen am Tag. Einen Blog, den Sie nach zwei Beiträgen aufgegeben haben — ein leerer Blog wirkt schlechter als gar keiner.
Die Reihenfolge, die ich empfehle
Zuerst das Google-Unternehmensprofil, denn bei lokalen Suchen bringt es mehr Anrufe als die Website selbst. Dann eine schlichte Website mit vier Seiten: Start, Leistungen bzw. Speisekarte, Über uns, Kontakt. Danach Geschwindigkeit und Mobilansicht. Erst dann Blog und Werbung. Überspringen Sie die ersten drei Punkte, gießen Sie Wasser in einen löchrigen Eimer.
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