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Website selbst bauen oder jemanden bezahlen?

21.7.2026

„Kommt darauf an" ist richtig, aber nutzlos. Zerlegen wir es in Stunden und Euro, denn darauf läuft die Entscheidung meistens hinaus.

Die realen Kosten des Eigenbaus

  • Domain: 10-25 Euro pro Jahr
  • Hosting: ab 4,20 Euro monatlich
  • Theme (optional, kostenpflichtig): 50-90 Euro einmalig
  • Ihre Zeit: 25-60 Stunden für die erste Website, wenn Sie das noch nie gemacht haben

Die letzte Zeile wird immer vergessen. Ist Ihre Stunde 50 Euro wert, sind vierzig Stunden 2.000 Euro — ungefähr der Preis einer soliden Freelancer-Website. Der Unterschied: Im ersten Fall zahlen Sie mit Zeit, die Sie in Ihrem eigentlichen Geschäft hätten verbringen können.

Die realen Kosten einer Agentur oder Freelancer

  • Freelancer, einfache Präsentationsseite: 400-1.200 Euro
  • Kleine Agentur, mehrere Seiten mit Basis-SEO: 1.200-3.500 Euro
  • Onlineshop mit Anbindungen: ab 3.000 Euro
  • Wartung: 30-150 Euro monatlich, sofern vereinbart

Ihre Stunden kommen hinzu: Material sammeln, Texte schreiben, Entwürfe prüfen. Rechnen Sie auch bei Beauftragung mit 10-15 Stunden — niemand kann Ihre Preise, Referenzen und Fotos erfinden.

Wann Eigenbau sinnvoll ist

  • Die Seite ist eine Präsentation mit 5-8 Unterseiten ohne komplexe Logik.
  • Sie haben Zeit und Lust, die Grundlagen zu lernen — WordPress sitzt nach etwa einer Woche.
  • Inhalte ändern sich häufig und Sie wollen nicht für jede Kleinigkeit anrufen.
  • Das Budget ist wirklich knapp und die Seite bringt derzeit wenig bis nichts ein.

Wann Bezahlen klüger ist

  • Die Website ist eine direkte Einnahmequelle — Shop, Buchungen, Anfragen.
  • Sie brauchen Anbindungen: Zahlung, Lager, CRM, Versand.
  • Sie haben in den nächsten zwei Monaten keine 40 freien Stunden. Das ist der häufigste echte Grund.
  • Mehrere Sprachen, mehrere Standorte oder besondere rechtliche Anforderungen.

Der Mittelweg, der oft am besten funktioniert

Ein Hybrid: Sie lassen Struktur, Design und technische Basis aufsetzen und übernehmen Inhalte und laufende Änderungen selbst. Das kostet 30-50% weniger als ein Vollprojekt und macht Sie nicht abhängig. Bedingung: Bestehen Sie darauf, dass alles im Standard-WordPress-Editor liegt und nicht in einem proprietären Builder, den Sie nicht bedienen können.

Was in beiden Fällen Ihre Verantwortung bleibt

Registrieren Sie Domain und Hosting auf Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse, nicht auf die der Agentur. Das ist das häufigste Problem, das uns begegnet: Eine Firma beendet die Zusammenarbeit und stellt fest, dass sie keinen Zugriff auf die eigene Domain hat. Fordern Sie Zugangsdaten ab dem ersten Tag. Wenn Sie es selbst angehen: Unsere Pakete enthalten SSL, tägliche Backups und ein CDN — die technische Basis ist damit ohne weitere Entscheidungen abgedeckt.

Ein Test in zwei Sätzen

Würden Sie die Seite abends nach der Arbeit bauen, ohne dass es Sie belastet — bauen Sie selbst. Würden Sie es drei Monate aufschieben — bezahlen Sie jemanden. Eine Website, die nicht existiert, bringt nichts ein, egal wie günstig sie gewesen wäre.

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