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Redis Object Cache: Wann und warum es WordPress beschleunigt

26.7.2026

Jedes Mal, wenn jemand eine WordPress-Seite öffnet, sendet PHP Dutzende, manchmal Hunderte Abfragen an die MySQL/MariaDB-Datenbank: welche Optionen aktiv sind, welche Plugins laufen, was ins Menü gehört, was der Beitragsinhalt ist. Die meisten dieser Abfragen wiederholen sich für nahezu jeden Besucher. Redis Object Cache speichert diese Ergebnisse im schnellen Arbeitsspeicher (RAM) und liefert sie zurück, ohne die Datenbank erneut zu belasten. Das Ergebnis ist eine geringere Datenbanklast und kürzere Seitenaufbauzeiten.

Wann Redis wirklich hilft

Nicht jede Website profitiert gleich. Eine statische Visitenkarten-Seite mit vollständigem Seiten-Cache berührt die Datenbank oft gar nicht, sodass Redis dort wenig bringt. Doch sobald Sie dynamische Inhalte haben — einen WooCommerce-Shop mit Warenkorb und Konten, ein Forum, Mitgliedschaften, eine Plugin-lastige Seite oder ein LMS — ändert sich das. Auf solchen Seiten lassen sich Admin und Warenkorb nicht vollständig als HTML zwischenspeichern, sodass jeder Besuch die Datenbank trifft. Genau dort verkürzt Redis die Seitengenerierung typischerweise von etwa 600 ms auf 200-300 ms.

Object Cache vs. Seiten-Cache

Man verwechselt beides leicht. Der Seiten-Cache speichert das fertige HTML einer ganzen Seite und liefert es an anonyme Besucher. Der Object Cache speichert einzelne Abfrageergebnisse und hilft auch dort, wo der Seiten-Cache nicht greift — im Admin, im Warenkorb, für angemeldete Nutzer. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn beide zusammenarbeiten: Seiten-Cache für Gäste, Redis für alles andere.

So aktivieren Sie es

Ihr Hoster benötigt einen installierten Redis-Server und die aktivierte PHP-redis-Erweiterung. Dann fügen Sie in WordPress ein Plugin wie Redis Object Cache hinzu, klicken auf Enable und ergänzen bei Bedarf in der wp-config.php ein eindeutiges Schlüssel-Präfix, damit sich zwei Seiten nicht vermischen. Danach zeigen die Plugin-Statistiken eine Hit Ratio — wie viele Abfragen aus dem Speicher bedient wurden. Streben Sie über 90 % an. Liegt sie darunter, fragt meist ein Plugin die Datenbank auf nicht cachebare Weise ab, was eine Prüfung wert ist.

Worauf Sie achten sollten

Redis verbraucht RAM. Beim Shared Hosting ist dieser begrenzt, daher ist es wichtig, dass der Anbieter den Speicher korrekt reserviert und eine Verdrängungsrichtlinie für alte Schlüssel festlegt (maxmemory-policy). Füllt sich der Speicher ohne diese Richtlinie, kann Redis neue Schreibvorgänge ablehnen. Deshalb ist es am sichersten, wenn Redis Teil des Hosting-Pakets ist und vom Anbieter konfiguriert wird, statt selbst zusammengebastelt.

Bei uns kommt Redis abgestimmt auf NVMe-Festplatten und Caching, sodass die Datenbank auch in Spitzenzeiten durchatmet. Sehen Sie sich das WordPress-Hosting an oder vergleichen Sie die Pakete und wählen Sie das passende für Ihre Seitengröße.

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