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Was eine Website wirklich kostet: Selbst, Baukasten oder Agentur

21.7.2026

Wenn jemand fragt, was eine Website kostet, lautet die ehrliche Antwort: zwischen 70 Euro im Jahr und mehreren Tausend Euro. Das ist keine Ausflucht — auf dem Markt werden unter demselben Wort drei völlig verschiedene Produkte verkauft. Schauen wir uns an, wofür Sie tatsächlich zahlen und wann sich welcher Weg lohnt.

Variante 1: Selbst bauen mit WordPress

Am günstigsten in Geld, am teuersten in Zeit. Die echten Posten:

  • Domain — 10 bis 15 Euro pro Jahr für eine .de- oder .com-Domain.
  • Hosting — ab 4,20 Euro monatlich für eine kleine Unternehmensseite. Unsere Pakete beginnen dort und enthalten bereits SSL, ein globales CDN und tägliche Backups, sodass keine Zusatzposten entstehen.
  • Theme — kostenlose Themes sind durchaus brauchbar; ein Premium-Theme (Astra Pro, Kadence Pro, GeneratePress Premium) kostet 50 bis 90 Euro jährlich.
  • Ihre Zeit — realistisch 20 bis 40 Stunden für die erste Website. Bei 40 Euro Stundensatz sind das 800 bis 1.600 Euro unsichtbare Kosten.

Barkosten im ersten Jahr: etwa 120 bis 200 Euro. Für eine fünfseitige Firmenwebsite mit Kontaktformular ist das eine völlig legitime Entscheidung.

Variante 2: Homepage-Baukästen (Wix, Jimdo, Squarespace)

Baukästen rechnen monatlich ab und bündeln alles — Hosting, Domain im ersten Jahr, Vorlagen, Support. Wix-Businesstarife liegen bei 12 bis 29 Euro monatlich, Jimdo bei 9 bis 25, Squarespace bei 16 bis 23 Euro.

Was im Verkaufsgespräch selten fällt: Sie besitzen das System nicht. Wenn Sie nach drei Jahren wechseln möchten, gibt es keinen Export, der anderswo funktioniert. Zudem fehlt der Dateizugriff, was bestimmte technische SEO-Anpassungen schlicht unmöglich macht.

Jahreskosten: 150 bis 400 Euro, ohne Ausstiegsweg.

Variante 3: Freelancer

Übliche Preise im deutschsprachigen Raum 2026:

  • Visitenkarten-Website, 5 bis 7 Seiten, auf Theme-Basis: 800 bis 2.000 Euro
  • Website mit individuellem Design: 2.000 bis 5.000 Euro
  • WooCommerce-Shop bis 100 Produkte: 3.000 bis 7.000 Euro

Bei Freelancern ist das Preis-Leistungs-Verhältnis am besten und das Risiko am höchsten. Eine Frage sollten Sie vor Vertragsabschluss klären: Laufen Domain und Hosting-Vertrag auf Ihre Firma? Lautet die Antwort „das liegt bei mir im Account", suchen Sie jemand anderen. Diese beiden Dinge gehören Ihnen — das ist nicht verhandelbar.

Variante 4: Agentur

Agenturprojekte beginnen bei rund 5.000 Euro und kennen nach oben keine Grenze. Dafür bekommen Sie, was ein Freelancer meist nicht leisten kann: Konzeption, Inhaltsstruktur, Tests auf verschiedenen Geräten, geschriebene Texte und jemanden, der auch in zwei Jahren ans Telefon geht.

Das lohnt sich, wenn die Website direkt Umsatz erzeugt — Onlineshops, B2B-Seiten mit langen Verkaufszyklen, Unternehmen, deren Hauptakquisekanal die Website ist.

Kosten, die niemand vorab nennt

  • Texte — 60 bis 200 Euro pro Seite, wenn Sie sie nicht selbst schreiben. Genau hier bleiben die meisten Projekte stecken.
  • Fotos — Stockbilder kosten 10 bis 30 Euro pro Stück, ein halber Tag mit einem Fotografen 400 bis 900 Euro. Eine Website mit schlechten Fotos wirkt billig, egal was sie gekostet hat.
  • Wartung — WordPress- und Plugin-Updates, Backup-Kontrollen, Domainverlängerungen. Rechnen Sie mit 30 bis 80 Euro monatlich, wenn Sie das abgeben.
  • Änderungen nach dem Launch — werden fast immer separat berechnet. Fragen Sie vorher nach dem Stundensatz.

Wie Sie entscheiden

Stellen Sie sich eine Frage: Wie viel Umsatz soll die Website im ersten Jahr bringen? Lautet die Antwort „weiß ich nicht, wir müssen einfach online sein", bauen Sie selbst oder beauftragen einen günstigen Freelancer und stecken die Differenz in Inhalte. Ist die Antwort eine konkrete Zahl, darf das Budget ruhig 10 bis 20 Prozent davon betragen.

Am Hosting sollten Sie nicht sparen. Der Unterschied zwischen schlechtem und gutem Hosting beträgt wenige Euro im Monat, der Unterschied in der Ladezeit dagegen ganze Sekunden — und jede Sekunde kostet Konversionen. Sehen Sie sich an, was in unserem WordPress-Hosting enthalten ist, bevor Sie zum billigsten Anbieter greifen.

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