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Hosting-Anbieter wählen: die 10-Punkte-Checkliste

22.7.2026

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Auf der Startseite verspricht jeder Hosting-Anbieter dasselbe: Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Support rund um die Uhr. Die Unterschiede stecken in den Details — und die entdecken Sie entweder durch sorgfältiges Lesen vor dem Kauf oder hinterher auf die harte Tour. Hier ist eine 10-Punkte-Checkliste für die Zeit, bevor Sie Ihre Karte zücken.

Das technische Fundament

  • 1. Festplattentyp. NVMe-Speicher ist 5–10-mal schneller als SATA-SSDs und um ein Vielfaches schneller als klassische Festplatten. Nennt ein Anbieter den Festplattentyp nicht, hat das Schweigen meist einen Grund.
  • 2. PHP- und Datenbankversionen. Unterstützung für aktuelles PHP (8.2/8.3) und ein frisches MySQL/MariaDB. Ein Anbieter, der bei PHP 7.x stehen geblieben ist, pflegt seine Infrastruktur nicht.
  • 3. Uptime mit SLA. „99,9 % Uptime" erlaubt höchstens ~43 Minuten Ausfall pro Monat. Entscheidend ist, dass die Garantie im Vertrag steht, nicht nur in der Werbung — und prüfen Sie unabhängige Monitore, nicht das Dashboard des Anbieters.
  • 4. Serverstandort und CDN. Ein Server nahe am Hauptpublikum, plus CDN für Besucher aus dem Rest der Welt. Manche berechnen es extra — bei uns ist das globale CDN in jedem Paket kostenlos.

Das Sicherheitsnetz

  • 5. Backups: wie oft, und wer stellt wieder her. Tägliche automatische Backups sind das Minimum. Die Schlüsselfragen: Wie viele Tage werden Kopien aufbewahrt, können Sie selbst mit einem Klick wiederherstellen, und kostet die Wiederherstellung etwas? Manche große Anbieter berechnen 15–30 € pro Wiederherstellung.
  • 6. SSL-Zertifikat. Kostenloses SSL (Let's Encrypt) ist heute Standard. Ein Anbieter, der 30–50 € pro Jahr für Basis-SSL verlangt, berechnet Ihnen etwas, das es anderswo gratis gibt.
  • 7. WAF und DDoS-Schutz. Eine Firewall auf Serverebene, die Angriffe abfängt, bevor sie Ihre Website erreichen. Ohne sie trifft jede Bot-Welle direkt Ihr WordPress.

Was Sie erst später sehen

  • 8. Verlängerungspreise. Der Lieblingstrick der Branche: erstes Jahr 1–2 € im Monat, Verlängerung 10–12 €. Suchen Sie vor dem Kauf die Preisliste für Verlängerungen — ist sie nicht öffentlich, ist das Ihre Antwort. Unsere Pakete kosten im ersten und im fünften Jahr dasselbe.
  • 9. Support: Testen Sie ihn vor dem Kauf. Stellen Sie eine technische Frage, bevor Sie Kunde werden. Tempo und Qualität der Antwort im Verkaufsgespräch sind die Obergrenze dessen, was Sie später als Kunde bekommen. Support in Ihrer Sprache ist ein echter Vorteil, wenn um drei Uhr morgens etwas klemmt.
  • 10. Geld-zurück-Garantie. Ein seriöser Anbieter gibt Ihnen mindestens 30 Tage zum risikofreien Testen. Das signalisiert: Die Kunden bleiben, weil sie wollen — nicht, weil sie nicht wegkönnen.

So nutzen Sie diese Liste

Suchen Sie nicht nach der perfekten Punktzahl — suchen Sie einen Anbieter ohne rote Flagge bei den Punkten, die für Sie kritisch sind. Für eine Firmenwebsite zählen vor allem Backups, SSL und Support; für einen Shop kommen NVMe, WAF und das Uptime-SLA dazu; bei Publikum in mehreren Ländern wird das CDN Pflicht. Und zuletzt: Prüfen Sie, was der Ausstieg kostet. Ein Anbieter, der für den Export Ihrer Website Geld verlangt oder den Umzug erschwert, setzt darauf, dass Sie aus Hilflosigkeit bleiben — der schlechteste Grund zu bleiben, den es gibt.

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