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404-Seiten und defekte Links: der komplette Leitfaden

22.7.2026

Sie klicken auf einen Link, und statt des Inhalts erscheint „404 Not Found". Für den Besucher eine Sackgasse, für Sie eine verpasste Chance, für Google ein Signal, dass die Website nicht gepflegt wird. 404-Fehler völlig zu vermeiden ist unmöglich (fremde Links auf Ihre Website kontrollieren Sie nicht), aber der Unterschied zwischen einer vernachlässigten und einer professionellen Website liegt darin, was passiert, wenn ein 404 auftritt.

Woher 404-Fehler kommen

  • Gelöschte oder umbenannte Seiten ohne Weiterleitung — mit Abstand die häufigste Ursache, besonders nach einem Redesign.
  • Falsch geschriebene Links — in Ihren eigenen Texten, Menüs oder auf fremden Websites, die Sie erwähnen.
  • Geänderte URL-Struktur — z. B. ändert eine neue Permalink-Einstellung in WordPress die Adressen aller Beiträge auf einmal.
  • Gelöschte Bilder und Dateien, auf die Seiten weiterhin verweisen.

Schaden 404-Fehler dem SEO?

Direkt — nein: Google bestraft 404-Fehler auf nicht existierenden Adressen nicht; sie sind ein normaler Teil des Webs. Indirekt — sehr wohl: Führt ein Link von einer starken Website auf Ihre 404-Seite, verpufft die gesamte Autorität dieses Links; springen Besucher massenhaft von 404-Seiten ab, verlieren Sie Verkäufe und Anfragen; und ein Haufen interner defekter Links verschwendet Crawl-Budget und vermittelt Vernachlässigung. Deshalb lohnt sich die Jagd auf 404-Fehler.

Defekte Links finden

  • Google Search Console → Indexierung → Seiten: die Liste der URLs, die Google als 404 sieht, nach Wichtigkeit sortiert. Kostenlos und die erste Anlaufstelle.
  • Screaming Frog (kostenlos bis 500 URLs) oder Broken Link Checker — sie crawlen die Website und finden jeden internen Link, der ins Leere führt.
  • Das Redirection-Plugin für WordPress protokolliert jeden 404-Treffer live — Sie sehen, was Besucher tatsächlich suchen.

Die Lösung: Redirect oder eine gute 404-Seite

Für jede gefundene 404-Adresse gibt es zwei Wege. Existiert ein sinnvolles Äquivalent — die Seite ist umgezogen, das Produkt wurde durch ein neueres Modell ersetzt —, richten Sie eine 301-Weiterleitung dorthin ein (ausführlich in unserem Leitfaden zu 301-Weiterleitungen). Gibt es kein Äquivalent, lassen Sie die Seite einen 404 zurückgeben — aber dann soll die 404-Seite ihre Arbeit machen:

  • Eine klare, menschliche Botschaft („Diese Seite existiert nicht oder ist umgezogen") statt eines rohen Serverfehlers
  • Website-Suche und Links zu den wichtigsten Bereichen (Startseite, Produkte, Kontakt, Blog)
  • Design und Navigation wie im Rest der Website — der Besucher darf nicht das Gefühl haben, „herausgefallen" zu sein
  • Etwas Humor schadet nicht, aber Funktion vor Witz: Ziel ist der nächste Klick zum Inhalt, nicht der Applaus

Vermeiden Sie den „Soft 404" — eine leere Seite mit Status 200. Google hält sie dann für echten Inhalt und indexiert die Leere; ein echter 404-Status ist die korrekte Antwort, wenn nichts da ist.

Die Routine, die die Website sauber hält

Einmal im Monat: ein Blick in den Search-Console-Bericht, ein schneller Crawl der internen Links, Weiterleitungen für neue 404-Adressen mit Besuchern. Fünfzehn Minuten Routine, und Ihre Website bleibt frei von Sackgassen. Am Ende entscheidet der Server, wie schnell 404-Seite und Redirects ausgeliefert werden — auf unseren NVMe-Hosting-Tarifen kommt selbst die Fehlerseite schnell an und hält den Besucher, statt ihn zu vertreiben.

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